So prüfen sie ihren Rentenbescheid

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6. Dezember 2011

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Der demografische Wandel wird die politische und soziale Situation in der Bundesrepublik Deutschland in den kommenden Jahren und Jahrzehnten massiv verändern. Laut Berechnung des Statistischen Bundesamtes lebten in Deutschland im Jahr 2009 rund 81,8 Millionen Menschen. Auf 100 Personen im Erwerbsalter (zwischen 20 und 64 Jahren) kamen 34 Personen im Rentenalter (ab 65 Jahren). Im Jahr 1970 lag deren Anteil noch bei 25 Prozent. Im Jahr 2030 wird aller Voraussicht nach mehr als 1/3 der Gesamtbevölkerung älter als 65 Jahre alt sein. Zu diesem Zeitpunkt kommen auf 100 Erwerbstätige bereits 50 Personen im Rentenalter. Im Klartext bedeutet das: Ein rasant steigender Prozentsatz der Bevölkerung wird in Zukunft eine Rente beantragen und in Anspruch nehmen. Seit 2004 ist gesetzlich vorgeschrieben, dass alle Bundesbürger, die älter als 27 Jahre sind, einmal im Jahr eine sogenannte Renteninformation von ihrem Rentenversicherungsträger erhalten. Anhand dieser Renteninformation kann der Versicherte ersehen, wie hoch seine Rente zum gegenwärtigen Zeitpunkt berechnet wird. Ab einem Alter von 54 Jahren wird diese Information nur noch alle drei Jahre an die Versicherten verschickt.

Bevor ein Bundesbürger in den Genuss seiner Rente kommt, erhält er zunächst erst einmal einen Rentenbescheid von seinem Versicherungsträger zugesandt. Pro Jahr werden mehrere Hunderttausend dieser Bescheide auf den Weg gebracht. Es wird geschätzt, dass rund jeder fünfte Bescheid inkorrekte Angaben enthält und damit einen falschen Rentenbetrag ausweist.

Wodurch können solche Fehler zustande kommen? In der Regel wechselt jeder Bundesbürger während seines Arbeitslebens einige Male den Arbeitgeber. Von diesen müssen alle relevanten Informationen an den Rentenversicherungsträger übermittelt werden. Hierbei kann es jedoch unbeabsichtigt zu falschen Eingaben kommen. Zum Beispiel infolge eines Zahlendrehers, sodass falsche Informationen über die jeweilige Dauer des Arbeitsverhältnisses oder falsche Angaben der Gehälter gespeichert und vom Rentenversicherungsträger weiterverarbeitet werden. Das Ergebnis: Der Rentenbescheid ist nicht korrekt. Auch Studien- und Ausbildungszeiten sowie Arbeitslosigkeit sind häufig Quellen fehlerhafter Eingaben. Was kann der Versicherte tun, um das zu überprüfen? Wer hierbei ganz sicher sein will, muss im Grunde den kompletten Bescheid Seite für Seite, Jahr für Jahr, Monat für Monat kontrollieren. Stimmen Arbeitszeiten und Bruttoeinkommen? Anhand der Gehaltsabrechnungen lässt sich das mühselig, aber verlässlich nachvollziehen. Wer sich nicht am Ende seines Arbeitslebens durch den kompletten Zeitraum der Erwerbstätigkeit arbeiten möchte, sollte bereits frühzeitig damit beginnen, die jährlichen Renteninformationen genau zu überprüfen, um so die Fehler rechtzeitig zu ermitteln und korrigieren zu lassen.

Wer sich bei der Kontrolle seines Rentenbescheides nicht sicher ist, kann auch professionelle Rentenberater hinzuziehen, die aber in der Regel kostenpflichtig sind. Eine weitere Alternative ist ein Besuch beim Rentenversicherungsträger, der natürlich auch bei der Klärung des Sachverhaltes unterstützend hilft. Tipps und Tricks findet man auch im Internet über die gängigen Suchmaschinen. Es kann sich also lohnen, einige Zeit auf die genaue Kontrolle des Bescheids zu verwenden.

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